Tiere aus der heimat
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Kalenderblatt – No.9

Magische Wörter: Eule, Fledermaus, Wolf, Otter, Panther

Wenn es Nacht wird und gerade zu Vollmondnächten tummelt sich allerlei Getier in der Gegend herum. Manchmal kann man von diesen Tieren etwas bekommen. Sei es ein Hinweis, eine Botschaft oder ein anderes Geschenk. Man muss nur aufmerksam durch die Natur gehen, was wir natürlich alle machen, gerade wenn wir durch die Dunkelheit laufen.

Es war gerade so eine Vollmondnacht, da trafen sich die Fledermaus, die Eule, der Wolf, der Otter und ein Panther am Dorfbrunnen. Sie wetteten, wer wohl der beste Nachtjäger und der beste Helfer der Menschen wäre.

Die kleine Fledermaus fiepte: „Natürlich bin ich der größte Jäger, denn ich verspeise bis zu 4000 Mücken jede Nacht. Stellt euch doch mal vor, was wäre, wenn meine Familie und ich nicht da wären. Die Menschen müssten leiden unter den Mückenplagen und Krankheiten würden über die Menschen kommen. Das ist wohl klar, ich bin der Sieger hier.“

„Oh, du kleiner Angeber“, fachsimpelt die Eule, „Auf meiner Speisekarte stehen die kleinen Nager. Stellt euch doch mal vor, was passieren würde, wenn es uns nicht gäbe. Es würden Mäuse- und Rattenplagen  und dann viele Krankheiten über die Menschen kommen. Ich stelle dich locker in den Schatten, der Sieger wäre dann wohl ich!“

Darauf der Wolf: „Ach, das ist doch gar nichts, ich gelte als die Waldpolizei im Land. Am liebsten fresse ich die kranken und verletzten Tiere, die nicht mehr lebensfähig sind. Stellt euch doch mal vor was passieren würde, wenn die kranken Tiere von den Menschen erlegt und gegessen werden,  Krankheiten  würden über die Menschen kommen. Ich gehe mal davon aus, dass mir der Platz des Siegers gebührt.“

„Ich bin fast acht Stunden in der Nacht am Jagen“, kräckerte der Otter, im Wasser, wie auf dem Land. Dabei erbeute ich gut ein Viertel meines Körpergewichts an Fischen und Kleingetier. Wo ich bin, weiß der Mensch, dass das Wasser sauber ist. Denkt euch mal, wie schlimm das wäre, wenn die Menschen verunreinigtes Wasser trinken. Viele Krankheiten würden über die Menschen kommen. Die Menschen lieben mich, weil ich offensichtlich der Nützlichste im Bunde hier bin. Der Sieger bin dann wohl ich.“

Lange warten die Tiere bis dann endlich der Panther spricht: „Fakt ist wohl, das wir alle einen Nutzen für die Menschen zu bieten haben. Doch die Menschen wollen es gar nicht sehen. Sie zerstören unsere Heimat, verschmutzen die Gewässer, sie jagen uns. Was nutzt es uns, wenn wir unseres Lebens nicht sicher sind? Jeder von uns ist hier der Verlierer. Schauen wir, dass wir das Beste draus machen.“

Sagts und verschwand in der Dunkelheit.

Die Tiere wurden nachdenklich. „Was können wir tun?“, fragte fiepsend die Fledermaus. „Vielleicht können wir uns verstecken“, krächzte die weise Eule. „Aber wo?“, knurrte der Wolf. „Ich versteck mich in meinem Bau, der Eingang liegt unter Wasser,  da finden sie mich nie“, quietscht der Otter. „Und wo wollt ihr hin, wenn die Menschen das Wasser verseuchen, den Wald abholzen oder die alten Gemäuer einreisen?“, fragt die Eule in die Runde …

˜ Ende ™

HOCH

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