alles wird gut
August-Challenge, Heldenreise, Motivation, Storytelling, Was gibts neues?

August Challenge #6

Heldenreise

Carpe diem oder Sprücheklopfer

Nutze den Tag – hörte ich das erste Mal, von einem brasilianischen Schriftsteller namens Paulo Coelho (Der Alchemist), den ich seither zu einem meiner Lieblingsautoren erklärt habe. Damals dachte ich, diese Aussage wäre von ihm, da seine Werke diesen gewissen spirituellen Touch haben, der einem Zuversicht spendet und nicht gleichzeitig esoterische Wesenszüge vermuten lässt.

Tatsächlich stammt das geflügelte Wort aus der Antike (23 v. Ch.) von Horaz, einem römischen Dichter, der sich, wie auch Vergil, Properz, Tibull oder Ovid, in augusteischer Zeit der elegischen Dichtkunst, widmete. (Letzteren las ich wegen seines aufklärenden Inhaltes in meiner Jugendzeit – ich war halt neugierig – Ars amatoria [Liebeskunst] )

Die zitierte Wortgruppe stammt aus Horaz’ Werk Ode An Leukonoë.

Es ist die Bedeutung dieser Redewendung, worauf ich eigentlich hinaus wollte, nicht Ergüsse der Literaturgeschichte hervorkramen.

Bewusst wurde mir diese Bedeutung, als ich vor ein paar Tagen einen Post von @gilasbackstube (@gilasbuecherstube) las. Es ging um ein Apfelkuchen-Rezept, welches es in das Buch “Engel und Apfelkuchen” von @melladumont geschafft hatte.

Die Nachricht, dass die Bestseller-Autorin letztes Jahr mit 44 Jahr verstorben war, stimmte mich zuerst einmal traurig, obwohl ich sie gar nicht kannte.

Dann machte es mich aber nachdenklich und ich schaute auf ihren Account und erlebte eine sympathische junge Frau, welche sich um ihre Katzen sorgte und im Grunde ein ganz normales Leben mit seinen Höhen und Tiefen lebte.

Ich erfuhr, wie sie zum Schreiben kam, welche Hürden in ihrem Leben waren …

… und dachte nun an mein Leben, wie und warum ich bis zu diesem Punkt, an dem ich jetzt stehe, gekommen bin.

So lange spielte ich schon mit dem Gedanken der Selbstständigkeit, ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann dieser Gedanke geboren wurde. Etliche Versuche und Richtungen probierte ich, weil ich trotz dieses immerwährenden Wunsches nicht wusste, wohin die Reise gehen sollte.

Vor zwei Jahren, als ich mich mit meinem Verlag selbstständig gemacht habe, fühlte sich meine Entscheidung völlig richtig an. Die Heldenreise hatte noch gar nicht richtig angefangen und es ging holterdipolter los. Ich gründete aus der Arbeitslosigkeit heraus mit einem Gründungszuschuss.

Erst wenn der „Held“ – in dem Falle ich – sich in Bewegung setzt und alle Brücken hinter sich abbricht, wird er auch als Held in der Geschichte bezeichnet. (Die Heldenreise – J. Campbell)

Was mir nicht bewusst war – von einer Heldenreise hatte ich vorher noch nie etwas gehört – nannte ich meinen Verlag von Amun-Design-Verlag in HWS 1. Suhler Kinderbuchverlag – für Heldenkinder und Weltentdecker um.

Eine Ahnung?

Nein!

Mit meiner inneren Einstellung, sich nie an Vergangenes zu hängen (Vanitas-Symbol) und dem Bewusstsein, „Jeder muss irgendwann einmal sterben“ (Memento mori), fragte ich mich, bevor ich gründete:

„Wenn ich am Ende meines Lebens stehe, habe ich alles getan, was mich wirklich glücklich macht?“

und

„Weiß ich denn, ob meine Entscheidung, DIESEN jetzigen SCHRITT zu tun, für mich richtig ist oder nicht? Ich werde es am Ende immer bereuen, diese eine lebensverändernde Entscheidung nicht getroffen, diesen Weg nicht gewagt zu haben.“

Das wollte ich nicht.

Dieses Bereuen, „… ach hätte ich doch …“

Über meinem Schreibtisch hängt eine Postkarte mit dem Spruch: „Wir sollten manchmal einfach das tun, was uns GLÜCKLICH macht, und nicht das, was vielleicht AM BESTEN ist.“

Das trifft es für mich im Großen und Ganzen.

Am Ende habe ich immer das Glück gewählt und bin meinem Herzen gefolgt.

Der Heldenkind-Kritiker meldet: Neugier, tötete die Katze.

Klar gibt es Hürden und Prüfungen zu bewältigen und es stehen garantiert auch noch viele an. Jede Medaille hat zwei Seiten, und das ist gut so. Würde ich denn sonst die guten Dinge in meinem Leben als gut empfinden und glücklich damit sein?

Ein Leben ohne Herausforderungen ist doch langweilig. Das dachten sich bestimmt auch diejenigen, welche sich Sprüche ausdachten, wie diesen hier:

Gibt dir das Leben Zitronen,
mach Limonade daraus!

Oder diesen:

Legt dir jemand Steine in den Weg,
baue eine Treppe daraus!

Ich bin schon ein unverbesserlicher Optimist und natürlich immer in Entdecker-Laune. Heute auch mal ein „Sprücheklopfer“. Es gibt noch so viel, was ich lernen und erfahren kann.

Wer nicht zurückblickt, ohne loszulassen, wird nicht weiterkommen, geschweige denn im JETZT leben.

Das hat wohl auch Mella Dumont so gesehen, denn ihrer Meinung nach, wäre sie ohne ihre Vergangenheit nicht Schriftstellerin geworden.

Nutze den Tag – Carpe diem – kam mir als Zweites in den Sinn, als ich den Post von @gilasbackstube las.

Er passt so gut zur Heldenreise von Joseph Campbell: (verkürzte Abfolge):

1. Der Ruf
2. Die Verweigerung
3. Der Aufruch
4. Die Prüfung
5. Der Mentor
6. Begegnung mit dem Antihelden
7. Die Belohnung
8. Die Rückkehr
9. Herr über zwei Welten

Entschuldige, die vielen unerklärlichen Wörter, aber ich liebe neue, mir unbekannte Wörter, Aphorismen und Sprichwörter. Ich bin ein Wörterfetischist. Gibt es dafür eigentlich auch ein Wort?

An welcher Stelle stehst du gerade in deiner Heldenreise? Hast du für dich auch motivierende Sprüche, welche dich weiterbringen und immer wieder aufstehen lassen?

Lass mich an deinen Erfahrungen mit der Heldenreise oder deiner Motivationsmethode in den Kommentaren teilhaben!

Wenn dir was du hier liest, gefällt, freue ich mich, wenn du es teilst oder mir einen Daumen hoch gibst.

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+++ Projekt Pfadfinder-Wissen +++

Kennst du Hänsel und Gretel? Sicher doch! Dann weißt du sicherlich auch, was den beiden Kindern im Wald passiert ist. Stimmt! Sie haben sich verlaufen, weil sie sich nicht auskannten im Wald.

Klaus, der 9-jährige Held in der Geschichte >Neues aus dem Wichtelwald – der blaue Hasenpfeffer< von Petra Jonas, begegnet dem Waldwichtel Calle und seinen Freunden auf seinen Erkundungstouren durch den Wald.

Die Autorin und ich möchten Kindern dabei helfen, mit Klaus und Calle zusammen, den Wald- und die Natur-Geheimnisse wieder neu zu entdecken.

Petra Jonas hat mir verraten, dass sich die Kinder, welche ihr Buch lesen, in jedem Wald in Deutschland einen “Calle” finden könnten, wenn sie sich im Wald orientieren können und auskennen.

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