Über Heldenkinder und Weltentdecker

Als kleines Kind liebte ich schon die Märchenstunden am Samstag. Oft waren die russischen Volksmärchen im Programm. Besonders beeindruckt hat mich ein Märchen von einem starken Helden, der trotz seiner übermenschlichen Stärke einen besonderen Gürtel nicht anlegen konnte. Sein Mentor, ein weiser Mann, zeigte ihm, wie leicht man diesen Gürtel anlegen kann, wenn er das nötige Wissen dazu erlangte. Der starke Recke setzte sich also hin und las Bücher über Bücher, sieben Jahre lang. Dann versuchte er den Gürtel wieder anzulegen … und es klappte wieder nicht. Nun las der starke Recke weitere sieben Jahre alle Bücher, welche er in der Bibliothek des Weisen fand und schaffte es dann endlich diesen besonderen Gürtel anzulegen. Dass er am Ende seine Herzensdame rettete und das Böse für immer verbannte, war sicher vorauszusehen, er war ja der Held.

Die Faszination, welche für mich von Büchern und insbesondere von Kinderbüchern ausgehen, hat mich bis heute nicht losgelassen. Ich las, las und las, brachte mir damals sogar die altdeutsche Schreibweise bei, um auch die ganz alten Bücher zu lesen. Ich lernte die Visionen des fantasievollen Jules Verne kennen, rätselte, weinte und bangte mit dem trickreichen Sherlock Holms von Arthur Conan Doyle und las gefühlt tausende Märchen der Völker dieser Welt …

Später erzählte ich meinen Kindern Geschichten am Abend, welche ein Sammelsurium aus allem Gelesenem meiner Zeit waren … und nun?

Ich möchte auch dir die wunderschöne Welt aus den Geschichten aus 1001 Nacht zeigen, die Abenteuer von Huckleberry Finn erzählen und dich die unendliche Geschichte erleben lassen.

Sei auch du ein Heldenkind und ein Weltentdecker!